Ausgewählte Projekte

Messung von Unsicherheit zur Beurteilung von Finanz(in)stabilität

Projektleiterin: Jaroslava Hlouskova
Projektteam: Ines Fortin, Leopold Sögner
Projektlaufzeit: April 2019 – Oktober 2021
Finanzierung: Jubiläumsfonds Projekt 18115

Projektinformation: Dieses Projekt schlägt die Entwicklung eines neuen Indikators zur Messung von Finanz(in)stabilität, und zwar für Österreich und für den Euroraum, basierend auf Marktdaten (Aktien-, Anleiehen-, Geld- und Währungsmärkte). Der neue Indikator misst „Unsicherheit“und unterscheidet sich damit methodologisch grundlegend von bestehenden Finanzstabilitätsindikatoren (FIS). Während Finanzstabilitätsindikatoren den Grad der (In)Stabilität in einem Finanzsystem messen, misst der neue „Unsicherheits-Indikator“ den Grad der Vorhersagbarkeit von (In)Stabilität.

Kollaboratives Netzwerk für Karriereentwicklung, Ausbildung und E-Learning (CONECTE)

Projektleiterin: Edith Skriner
Projektteam: Robert Kunst, Lorenz Lassnigg
Projektlaufzeit: Februar 2020 – Februar 2023
Finanzierung: Erasmus+ CBHE Project 609614 (CONECTE)

Projektinformation:
Das Projekt Kollaboratives Netzwerk für Karriereentwicklung, Ausbildung und E-Learning (CONECTE) wird von ERASMUS+ Kapazitätsaufbau im Bereich der Hochschulbildung finanziert. Das Projekt soll libanesische Hochschuleinrichtungen bei ihrem digitalen Übergang unterstützen, indem ihr Qualifikationsangebot mit zukünftigen Arbeitsplätzen verknüpft wird. Hauptziel ist die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Studenten und Absolventen in den kommenden Jahren, insbesondere in Sektoren und Berufen, die von der digitalen Revolution betroffen sind. Das Konsortium besteht aus Partnern aus dem Libanon, Frankreich, Belgien und Österreich.

Modellierung von Haushaltsverhalten unter der „Neuen Erwartungstheorie“

Projektleiterin: Jaroslava Hlouskova
Projektlaufzeit: Jänner 2016 – April 2022
Finanzierung: FWF Projekt

Projektinformation: Das Ziel dieses Forschungsprojekts besteht darin, verschiedene Haushaltsentscheidungen unter den Präferenzen der Neuen Erwartungstheorie (prospect theory) zu modellieren und, darüber hinaus, den Einfluss von unterschiedlichen Ausgestaltungen von Steuersystemen zu untersuchen. Dieses Forschungsthema gehört zum interdisziplinären Fachgebiet der Verhaltensökonomie (behavioral economics), in dem zusätzlich zur Rationalität, welche die zentrale Annahme der gängigen Erwartungsnutzentheorie (expected utility theory) darstellt, verschiedene psychologische Aspekte berücksichtigt werden. Diese können bis zu einem gewissen Grad Finanzmarktphänomene erklären, die durch die traditionelle Erwartungsnutzentheorie nicht erklärbar sind. Dazu zählen etwa der Besitztumseffekt (endowment effect), das Equity Premium Puzzle, der Dispositionseffekt (disposition effect, die Tendenz von Investoren und Fondsmanagern, Aktien, die an Wert gewonnen haben, zu früh zu verkaufen, während sie Aktien, die an Wert verloren haben, zu lang behalten) und Wertsicherungsstrategien (portfolio insurance strategies).

Grundlagen einer mikrofundierten Theorie der Geldpolitik

Projektleiter: Michael Reiter
Projektteam: Leopold Zessner-Spitzenberg
Projektlaufzeit: Oktober 2018 – September 2021
Finanzierung: FWF Projekt

Projektinformation: Das Projekt handelt von den grundlegenden Mechanismen, die die Wirkung der Geldpolitik bestimmen, insbesondere ihre Wirkung auf das Investitionsverhalten der Unternehmen. Empirisch scheinen die Investitionen viel weniger auf Zinsänderungen zu reagieren, als man das theoretisch erwarten würde. Wir untersuchen einige Erklärungsansätze, die die Theorie mit der Empirie in Einklang bringen könnten, insbesondere Friktionen auf dem Arbeitsmarkt und Friktionen auf den Finanzmärkten.

Ausgestaltung von Pensionssystemen und Risikoverteilung zwischen Generationen

Projektleiter: Michael Reiter
Projektlaufzeit: Jänner 2019 – Dezember 2020
Finanzierung: OenB Jubiläumsfonds Projekt No. 17815

Projektinformation: In unserem Projekt untersuchen wir die optimale Ausgestaltung des Pensionssystems, unter Berücksichtigung der langfristigen Risiken, die Haushalte tragen müssen. Dazu werden wir empirisch die langfristigen Risiken identifizieren, die am wichtigsten sind für die Sparentscheidung über den Lebenszyklus hinweg, mit Fokussierung auf europäische Daten. Darauf aufbauend entwickeln wir ein Modell mit überlappenden Generationen, um den Effekt dieser Risiken auf das Pensionssystem zu studieren. In diesem Modellrahmen untersuchen wir die Eigenschaften des österreichischen Pensionssystems, und analysieren eine Reihe von Reformvorschlägen, die in der internationalen Diskussion vorgebracht wurden.

Das Verhalten von Rohstoffpreisen vor unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklungen

Projektleiter: Michael Obersteiner (IIASA)
Projektteam: Ines Fortin, Jaroslava Hlouskova
Projektlaufzeit: Juli 2018 – Juli 2020
Finanzierung: FWF P30915-G27

Projektinformation: eine detaillierte Projektinformation finden Sie bitte auf der englischen Seite.

Evaluation des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

ProjektleiterIn: KMU Forschung Austria: Peter Kaufmann, IHS: Richard Sellner
Projektteam: Peter Kaufmann, Benjamin Bittschi (IHS), Heiner Depner, Iris Fischl, Elisabeth Nindl, Sascha Ruhland, Richard Sellner (IHS), Tim Vollborth, Julia Wolff von der Sahl
Projektlaufzeit: September 2018 – Mai 2019
Finanzierung: BMWi – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Deutschland)

Projektinformation: Ziel des Projekts ist die Evaluierung des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) in Deutschland. Das ZIM ist eines der wichtigsten bundesweiten Instrumente der Innovationspolitik in der Deutschland. Das Programm führte im Juli 2008 die Förderprogramme PRO INNO II, INNO-WATT, NEMO und Inno-Net zusammen. Zwar wurden die Förderbedingungen seitdem mehrfach verändert, doch blieb der Grundcharakter des Programms weitgehend gleich: Gefördert werden in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen marktnahe Forschungs- und Entwicklungs-Projekte (FuE-Projekte) durchführen. Das IHS Team übernimmt die mikroökonometrischen Analysen (kausale Effektanalasen) über die Wirkungen (F&E-Additionalität, Innovationsoutputs, Beschäftigungswachstum, …) des Programms.

Der Einfluss der EU-Arbeitsmarktöffnung auf die berufliche Positionierung der ausländischen Arbeitskräfte

Projektleiter: Helmut Hofer
Projektteam: Helmut Hofer, Raphaela Hyee
Projektlaufzeit: März 2018 – Jänner 2019
Finanzierung: Rahmenvertrag mit dem BM für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

Projektinformation: Bei den a priori-Abschätzungen der ökonomischen Auswirkungen der Ostöffnung wurde oftmals unterstellt, dass die Arbeitskräfte aus Osteuropa deutlich besser als traditionellen Migranten in Österreich ausgebildet sind und deren Qualifikationsprofil dem der Österreich entsprechen wird. Im Rahmen des Projektes wird untersucht, ob sich die deutlich bessere Qualifikationsstruktur der Zuwanderung aus den ost- und mitteleuropäischen EU-Staaten in den letzten Jahren auch in einer vorteilhafteren beruflichen Positionierung niederschlägt. Anhand der Mikrozensusdaten werden ordered probit-Modelle geschätzt, welche den Einfluss der Nationalität auf die berufliche Position quantifizieren können. Diese Modelle erlauben die Berücksichtigung von zusätzlichen Charakteristika (Geschlecht, Alter, Branche etc.). Die Resultate sollten dazu helfen den Wissensstand über die Integration von Zugewanderten am Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und ihre Determinanten

Projektleiter: Klaus Weyerstrass
Projektteam: Jan Kluge, Sarah Lappöhn, Alexander Schnabl, Martin Wagner
Projektlaufzeit: Jänner 2018 – Dezember 2019
Finanzierung: OeNB - Jubiläumsfonds Projekt No. 17686

Projektinformation: Im aktuellen World Competitiveness Report des WORLD ECONOMIC FORUM landet Österreich auf Rang 18 (von 137). Diese Platzierung ist zwar beachtlich, wirft aber dennoch wichtige Fragen in Bezug auf das vielschichtige und multidimensionale Konzept der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft auf. Im Rahmen dieses Projekts sollen diese Fragen untersucht werden, indem mit einem Mix aus Methoden verschiedene Schlüsselaspekte in den Blick genommen werden. Erstens werden die Totale Faktorproduktivität (TFP) und die Arbeitsproduktivität zerlegt und mithilfe ökonometrischer Methoden untersucht. Dabei sollen die Haupttreiber von Verschiebungen der Produktionsmöglichkeitenkurve identifiziert werden. Zweitens wird eine Stochastic Frontier Analysis (SFA) durchgeführt, um die Entfernung der österreichischen Wirtschaft (und ihrer Sektoren) von der globalen Effizienzgrenze zu bestimmen; auch hier mit einem Fokus auf den Treibern von (In)effizienz. Drittens wird eine Data Envelopment Analysis (DEA) zur Anwendung gebracht, um Effizienz auch im weiteren Sinne und in einem Multi-Output-Setting zu untersuchen, das z. B. auch Umweltfaktoren mit einbezieht. Alle Analysen werden sowohl mit aggregierten als auch mit sektoral und regional disaggregierten Daten für die EU-Mitgliedsländer durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den wichtigsten Handelspartnern und den Nachbarländern Österreichs. Die Ergebnisse dieses Projekts werden Schlüsse im Hinblick auf die Determinanten von Produktivitätswachstum und Effizienz zulassen und dadurch konkrete Handlungsoptionen identifizieren.