Evaluierung der Überbetrieblichen Lehrausbildung des Arbeitsmarktservice

Projektleitung: Mario Steiner
Projektteam: Sarah Zaussinger (interne Koordination), Nora Haag, Maria Köpping, Andrea Kulhanek, Andrea Leitner, Monika Mühlböck, Pablo Neitzsch, Stefan Vogtenhuber
Laufzeit: Oktober 2026 - Frühjahr 2028
Finanzierung: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz


Die überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA) stellt in Österreich ein zentrales Instrument zur Integration von Jugendlichen dar, die keine betriebliche Lehrstelle finden. Als geförderte Ausbildungsmaßnahme übernimmt sie sowohl eine kompensatorische Funktion im dualen Ausbildungssystem als auch eine Brückenfunktion beim Übergang von Schule zu Beruf. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen am Lehrstellenmarkt zielt die vorliegende Evaluierung darauf ab, eine evidenzbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung der ÜBA zu schaffen und ihren gesellschaftlichen Nutzen systematisch zu bewerten.

Die Evaluierung verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, der qualitative und quantitative Forschungsmethoden miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen drei Analysebereiche: Erstens werden Zielgruppen, Zugangswege sowie die unterschiedlichen Umsetzungskonzepte der ÜBA untersucht und auf Basis einer Dokumentenanalyse sowie einer Online-Befragung der Träger typologisiert. Zweitens werden mittels Expert:inneninterviews, Fallstudien und Gruppendiskussionen mit Teilnehmer:innen die Perspektiven zentraler Akteur:innen sowie Umsetzungsprozesse, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale analysiert. Drittens werden auf Grundlage unterschiedlicher Registerdaten deskriptive, multivariate und strukturerkennende Analysen durchgeführt, um Teilnehmer:innenstrukturen, Bildungs- und Erwerbsverläufe, Erfolgsfaktoren sowie Wirkungen der ÜBA zu untersuchen.

Inhaltlich konzentriert sich die Evaluierung auf die Zusammensetzung der Zielgruppe und die Zugangsmechanismen zur ÜBA, auf die Ausgestaltung der Maßnahme einschließlich ihrer Schnittstellen zu Berufsschulen, Betrieben und Arbeitsmarkt sowie auf die Bildungs- und Erwerbsverläufe nach der Teilnahme. Ziel der Evaluierung ist es, Erfolgsindikatoren und Herausforderungen zu identifizieren sowie ihren gesellschaftlichen Beitrag zur beruflichen Integration und zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen zu bewerten. Die Ergebnisse sollen evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der ÜBA im österreichischen Berufsbildungssystem liefern.