IHS-Ressourcen zu COVID-19

Die Pandemie verursacht vom Coronavirus beeinflusst die wissenschaftliche Arbeit des IHS. Wie wirken sich die massiven gesundheitspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung aus, welche Konsequenzen hat die Krise auf die Wirtschaft und welche Erkenntnisse gibt es zu einzelnen Maßnahmen wie z.B. der Kurzarbeit?

Dies sind nur einige der drängenden Fragen, die derzeit alle in Österreich und in Europa beschäftigen. Die WissenschafterInnen des IHS haben die Herausforderung mit Leidenschaft übernommen, diese Fragen zu beantworten. Auf dieser Seite sammeln wir laufend Daten, Quellen und Medienberichte im Zusammenhang mit COVID-19, in denen sich die Arbeit unserer ForscherInnen manifestiert.

Ökonomische Konsequenzen | Gesundheitsökonomische Aspekte | Soziale Aspekte | Ausgewählte Medienberichte


 

Die wirtschaftlichen Folgen des COVID-19-Ausbruchs

Die aktuellen Prognosen zu den wirtschaftlichen Folgen des COVID-19-Ausbruchs sind volatil und von großer Unsicherheit geprägt.

  • Martin Kocher und Mario Steiner schreiben in einem IHS Policy Brief von den Kosten der Schulschließungen zur Bekämpfung der Pandemie.
  • In der aktuellen Konjunkturprognose sieht das IHS eine zögerliche Erholung von der COVID-19 Krise. Weltweit ist die Wirtschaftsleistung infolge der COVID-19-Pandemie in der ersten Jahreshälfte 2020 historisch einmalig eingebrochen. Mit den Lockerungen der strikten Eindämmungsmaßnahmen hat in vielen Staaten seit Mai eine Erholung der Weltwirtschaft eingesetzt. Nach einem starken Wachstum im dritten Quartal flacht die Erholung aber bereits wieder ab. Für Österreich erwartet das Institut nach dem äußerst kräftigen Wirtschaftseinbruch im ersten Halbjahr für das Gesamtjahr 2020 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 6,7 %.
  • Das IHS hat einen neuen Economic-High-Frequency Monitor (IHS Monitor) etabliert, der zeitnahe Indikatoren zur Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage visualisiert. Die rasche Verfügbarkeit solcher Indikatoren ist essentiell für eine vorausschauende, schnelle und angemessene Reaktion wirtschaftspolitischer EntscheidungsträgerInnen. Das wurde besonders im März 2020 klar, als der COVID-19 Shutdown die Situation schnell und fundamental veränderte.
  • Helmut Hofer, Gerlinde Titelbach und Marcel Fink analysierten in einem Forschungsbericht die österreichische Arbeitsmarktpolitik vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise.
  • In einem Paper für das De Gruyter Journal Perspektiven der Wirtschaftspolitik beschäftigen sich Thomas Czypionka, Martin Kocher und Alexander Schnabl mit den Maßnahmen Österreichs gegen die COVID-19 Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.
  • In regelmäßigen Policy Briefs wurden die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Pandemie abgeschätzt, wobei jeweils die aktuellen Entwicklungen, u.a. in Bezug auf soziale Distanzierungsmaßnahmen, öffentliche Hilfsgelder oder Arbeitsmarktentwicklungen, berücksichtigt wurden. Im aktuellsten Policy Brief (mit Stand 12. Mai) gehen wir für 2020 von einem BIP-Verlust von EUR 35,7 Milliarden in Österreich aus.
  • In einem Policy Brief beschäftigt sich Jan Kluge mit den wirtschaftlichen Konsequenzen der COVID-19 Krise und kommt zu dem Schluss, dass der ländliche Raum mindestens ebenso stark betroffen sein dürfte, wie die Städte.
  • In einem Policy Brief analysieren WissenschafterInnen des IIASA, der WU Wien, des WIFO und des IHS die Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie auf die Wirtschaft. Den Berechnungen des Teams zufolge dürfte die Erholung der österreichischen Wirtschaft bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen.
  • Zeiten großer Veränderungen und hoher Unsicherheit erfordern Experimente. In einer dreiteiligen, digitalen Dialogveranstaltung disktuierten Martin Kocher und der Verhaltensökonomen Gerhard Fehr (CEO FehrAdvice & Partners AG, Zürich) Wege aus der Corona-Krise. Alle Folgen können auf dem VBEN-YouTube Kanal nachgesehen werden.
  • Verhaltensökonomie kann bei der Bewältigung der COVID-19 Pandemie einen wichtigen Beitrag leisten. Im Insight Austria-Blog schreiben die MitarbeiterInnen des Kompetenzzentrums regelmäßige Beiträge. Martin Kocher gibt eine verhaltensökonomische Perpektive auf die Coronakrise und Anna Walter beschäftigt sich mit der Frage, wie Verhaltensökonoie die Handhygiene fördern kann.

Gesundheitsökonomische Aspekte von COVID-19

Die IHS-Forschungsgruppe Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik gehörte zu den ersten Forschungsgruppen in Österreich, die sich mit der COVID-19-Pandemie befassten. Mit ihrem interdisziplinären Team ist sie in einzigartiger Weise qualifiziert, zu diesem Thema beizutragen. Die Gruppe ist daher stark in viele laufende Projekte involviert und ihre Aktivitäten haben bereits zu vier peer-reviewed Publikationen geführt. Zahlreiche Interviews wurden nationalen wie internationalen Medien gegeben, unter anderem der Financial Times, The Atlantic oder dem LeFigaro. Hier ist ein Überblick über die Aktivitäten der Gruppe:

Peer-reviewte Publikationen

Weitere Outputs

  • Als Teil des Monitorings für das BMF, hat das IHS wöchtenliche Policy Brief zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Krise für die Dauer des Lockdowns publiziert. Hier geht's zum aktuellen Policy Brief: https://irihs.ihs.ac.at/id/eprint/5325/.

  • In einem IHS Policy Brief stellen Thomas Czypionka, Gerald Röhrling und Miriam Reiss die öffentliche Forderung nach mehr SARS-CoV-2-Tests auf den Möglichkeiten und Grenzen gegenwärtiger Testverfahren gegenüber. Sie kommen zu dem Schluss, dass das Ziel zu testen richtig ist, dass es jedoch unterschiedliche Ziele im Umgang mit der COVID-19-Pandemie gibt, die alle unterschiedliche Teststrategien erfordern.

  • In einem Cambridge Core Blog-Eintrag bewerten Thomas Czypionka, Miriam Reiss und Isabel Pham die politische Reaktion Österreichs auf die COVID-19-Krise.

  • Thomas Czypionka und Thomas König schreiben im IHS-Blog über eine der bemerkenswertesten (und auffälligsten) Verhaltensänderungen in unserem Alltag - das Tragen von Masken. Darüber hinaus ist Thomas Czypinoka Co-Autor eines Papers im British Medical Journal, das sich ebenfalls mit dem Thema der Gesichtsmasken für die Öffentlichkeit befasst. 

  • In einem Projekt für die Stadt Wien analysieren Thomas Czypionka, Miriam Reiss und Gerald Röhrling mögliche Faktoren, die die Krankenhausaufenthaltsrate und die Mortalität von COVID-19 beeinflussen.

  • Als die Pandemie noch auf Asien beschränkt war, führte die Gruppe Schätzungen über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ausbreitung in China und Asien auf die Weltwirtschaft und Österreich durch.

Laufende Projekte

  • In eine Konsortium von internationalen öffentlichen Forschern arbeitet die Forschungsgruppe an den Auswirkungen von COVID-19 in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Das Projekt vergleicht derzeit Maßnahmen, die in afrikanischen Ländern südlich der Sahara in Bezug auf die öffentliche Gesundheit sowie die Sozial- und Wirtschaftspolitik ergriffen wurden.

  • Gemeinsam mit Kollegen aus England, Italien, Frankreich, Deutschland und Portugal arbeitet die Gruppe an den Unterschieden bei der Meldung von COVID-19-Todesfällen in Europa, um Licht in die komplizierten Regeln und Falldefinitionen zu bringen, die einen Vergleich der Todesfälle und die Schätzung der Todesfallraten (CFR) und letztlich der Infektionstodesraten (IFR) erschweren.

  • Die Gruppe trägt zu dem von der Universität Michigan geleiteten Projekt The comparative politics and policy of COVID-19 bei. Dieses Projekt erstreckt sich über alle Kontinente und wird vergleichende Politikanalysen für eine beträchtliche Anzahl von Ländern ableiten.

  • Die Gruppe ist Teil des McCovid-19-Projekts, das darauf abzielt, die Verwaltung von und in Pflegeheimen in den EU15-Ländern zu analysieren. Bestehende Koordinationsvereinbarungen zwischen den verschiedenen Regierungsebenen sowie verschiedenen Sektoren der öffentlichen Politik werden untersucht, um wirksame Reaktionen in Notsituationen wie der durch die Coronavirus-Pandemie hervorgerufenen zu entwerfen.

  • Als Teil der CoV-Immun-AT-Initiative trägt die Gruppe zu einem Protokoll für eine COVID-19-Seroprävalenzstudie für Österreich bei.


Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie

Die aktuelle Ausnahmesituation und im Speziellen die Maßnahmen, die getroffen wurden, um die COVID-19 Pandemie einzudämmen, haben auch tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Ob im Bildungssystem oder im Verhältnis von Technologie und Gesellschaft - die Krise macht sich bemerkbar.


Ausgewählte Medienberichte

Das Virus bittet wieder zum Tanz (Wiener Zeitung, 28.11)

IHS-Chef sieht "politischen Verteilungskonflikt" nach Pandemie (Kurier, 22.11)

Nicht jeder, der möchte, kann vor Corona ins Homeoffice fliehen (Der Standard, 20.11)

Kocher: Lockdown könnte pro Woche eine bis 1,5 Mrd. kosten (ORF Online, 16.11)

Wie die Massentests funktionieren könnten (ORF Online, 16.11)

Bildungsexperten und Eltern für offene Schulen (APA-Science, 12.11)

Coronavirus: Pro und Kontra Schulschließungen (ORF, 10.11)

Streit um Schul-Shutdown nimmt an Heftigkeit zu (Heute, 09.11)

Budgethearing: ExpertInnen halten großzügige Corona-Hilfsmaßnahmen für notwendig (APA OTS, 06.11)

Intensivmedizinerin: Personal wird zuerst knapp (ORF, 01.11)

Hoffen auf kurzen Lockdown (Ö1 Morgenjournal, 31.10)

Sozialpartner fordern mehr Staatshilfe (Wiener Zeitung, 30.10)

Rettet uns die Impfung, oder folgt jetzt Lockdown auf Lockdown? (Der Standard, 30.10)

IHS-Chef Kocher schließt mehr als 500.000 Arbeitslose nicht aus (Kurier, 29.10)

Hält der Trend an, geraten Spitäler an ihre Grenzen (Vorarlberger Nachrichten, 21.10)

Runder Tisch: Corona-Krisenpolitik - Setzt die Regierung die richtigen Schritte? (ORF 2, 20.10)

Einfache Regeln gegen Corona (Vorarlberger Nachrichten, 12.10)

Kocher plädiert für widerstandsfähigere Wirtschaft (Kurier, 10.10)

Lockdown halbierte Spitalsaufnahmen (Wiener Zeitung, 06.10)

Damit sie wissen, was sie tun (Der Standard, 05.10)

Gesundheitsökonom: Zu wenige Covid-Daten (Ö1 Morgenjournal, 01.10)

Mit Langfristigkeit zu weniger Infektionen (ORF, 28.09)

Gesundheitsökonom Czypionka: "Österreich könnte bei der Covid-Bekämpfung viel besser dastehen" (Der Standard, 21.09)

Wirtschaftlich noch keine zweite Welle (Oberösterreichische Nachrichten, 16.09)

Spitäler schaffen nur einen Puffer (Vorarlberger Nachrichten, 24.08)

Corona: Je lauter desto gefährlicher (Ö3, 21.08)

Konsum in der Krise: Wofür die Österreicherinnen und Österreicher Geld ausgeben (Der Standard, 08.08)

Die zweite Welle geht auf uns (Wiener Zeitung, 02.08)

Jugendkultur im Stand-by Modus (Wiener Zeitung, 29.07)

Wer bekommt die Spritze? (Fleisch Magazin, 20.07)

 

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