Public Lecture: End-of-life healthcare expenditure

Als Teil des ersten ATHEA PhD-Workshops, wird Dr. Peter Zweifel, Universität Zürich, den Fachvortrag "End-of-life healthcare expenditur: testing economic explanations using a discrete choice experiment" halten. Die Veranstaltung findet am 18. Oktober, 17.30 Uhr an der Wirtschaftsuniversität Wien statt. Anmeldungen bis zum 7. Oktober per Mail an athea(at)athea.at.

Kurzfassung Vortrag

Gesundheitsausgaben, die im letzten Jahr eines Menschen ausgegeben werden, machen einen beträchtlichen Anteil der Ausgaben für die gesamte Lebensspanne aus. Diese Erkenntnis ist unerwartet, weil diese Investitionen in Gesundheit keine ausreichend lange Rückzahlungsdauer haben. Darauf Bezug nehmend haben Becker et al. (2007) und Philipson et al. (2010) eine Theorie entwickelt, um die hohe Bereitschaft für Gesundheitsausgaben am Ende des Lebens zu erklären. Ihre überprüfbaren Implikationen werden ergänzt durch das Konzept des "pain of risk bearing", das von Eeckhoudt und Schlesinger (2006) entwickelt wurde. Zur Testung der Annahmen wurde ein discrete choice Experiment, das 2014 mit 1.529 erwachsenen Personen aus der Schweiz durchgeführt wurde, herangezogen. Unterschieden wird dabei zwischen einem individuelles Setting, bei dem der Preis zum Großteil aus einer individuellen Zahlung für ein neues Medikament besteht, und einem kollektiven Setting, bei dem der Preis durch Zahlung in ein Sozialversicherungssystem bestimmt wird.