Zahl des Monats: 25

25 % der Studierenden geben an, starke oder sehr starke finanzielle Schwierigkeiten zu haben. Besonders betroffen sind Drittstaatsangehörige, Studierende mit schlechtem Gesundheitszustand, Alleinerziehende, Studierende, deren Eltern finanziell benachteiligt sind, und Studierende, deren Eltern höchstens einen Pflichtschulabschluss haben.

Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Studierenden-Sozialerhebung des IHS. Im Vergleich zur Erhebung 2023 ist der Anteil der Studierenden mit finanziellen Schwierigkeiten 2025 zwar gesunken, liegt aber weiterhin über dem Niveau vor der Pandemie und der Phase der Hochinflation.

Eine positive Entwicklung: Auch unter Bezieher:innen einer staatlichen Studienbeihilfe sind finanzielle Schwierigkeiten zurückgegangen. Dazu dürften insbesondere Inflationsanpassungen bei Studienbeihilfe und Einkommen am Arbeitsmarkt beigetragen haben. Die staatliche Studienförderung erfüllt zudem grundsätzlich ihren Zweck: Sie ermöglicht den Bezieher:innen, mehr Zeit für das Studium aufzuwenden, daneben weniger arbeiten zu müssen und dennoch über ein vergleichbares Gesamtbudget zu verfügen.

Problematisch bleibt ein strukturelles Problem, das sich mit der Zeit weiter verschärft: Der Kreis der Bezieher:innen einer klassischen Studienbeihilfe sinkt, da die Einkommensgrenzen der Eltern, die als Bemessungsgrundlage dienen, nicht laufend an die Inflation angepasst werden. Diese fehlende Indexierung führt zum Ausschluss jener Studierenden, die  vor einiger Zeit noch als sozial bedürftig betrachtet und gefördert wurden.


Anna Dibiasi
IHS Researcher
KompetenzCentrum Surveyforschung


Die monatlichen IHS-News per Mail erhalten? 
Jetzt für den Newsletter registrieren