Study: High Acceptance for Smart Grid Control – But Knowledge Alone is Not Enough

A new behavioral economics study by the Institute for Advanced Studies (IHS), commissioned by E-Control, examines the acceptance of smart electricity control in Austrian households.

Die Ergebnisse zeigen: Die grundsätzliche Bereitschaft zur Nutzung ist hoch, doch für eine breite Umsetzung muss Angst abgebaut und Wissen praxisnah vermittelt werden. Um die Energiewende voranzutreiben und das Stromnetz zu entlasten, wird die zeitliche Verschiebung des Stromverbrauchs immer wichtiger. Sogenannte „smarte Steuerung“ ermöglicht es Anbietern, Großgeräte wie Wärmepumpen, E-Autos oder E-Boiler automatisch dann zu betreiben, wenn viel grüner Strom verfügbar ist und die Preise niedrig sind. Die Akzeptanz smarter Steuerung bei Haushalten mit Großverbrauchsgeräten fällt insgesamt höher aus, als bisherige internationale Literatur vermuten ließ. Besonders Mitglieder von Energiegemeinschaften stehen der Technologie überdurchschnittlich positiv gegenüber.

Wissen allein reicht nicht aus

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Mehr Wissen ist wichtig, führt aber nicht zwangsläufig zu einer höheren Nutzungsabsicht. In Experimenten zeigt sich sogar, dass die Vermittlung von technischen Detailinformationen kurzfristig Ängste schüren kann.

Basierend auf den Forschungsergebnissen empfehlen die Studienautor:innen unter anderem:

  • Alltagsnähe statt Technik-Fokus: Information sollte anhand von Praxisbeispielen zeigen, wie die Steuerung konkret in den Alltag integriert wird. Mögliche Probleme sollten transparent adressiert werden.
  • Emotionaler Zugang: Neben Kostenvorteilen sollten positive Gefühle wie der Stolz auf einen Beitrag zur Energiewende adressiert werden.
  • Vertrauenswürdige Quellen nutzen: Berufsgruppen mit direktem Kundenkontakt, wie Handwerker:innen, genießen hohes Vertrauen und sollten verstärkt als Informationsmultiplikatoren gewonnen werden.

Der Research Report bietet einen detaillierten Maßnahmenkatalog für Politik und Energiewirtschaft, um die Potenziale flexibler Stromnutzung in Österreich besser auszuschöpfen.

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