Sommer-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2026–2027

Iran-Krieg wirkt konjunkturell nach

Die Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg belasten auch nach dem Abschluss des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran die Konjunktur. Die österreichische Wirtschaftsleistung dürfte daher im zweiten und dritten Quartal 2026 stagnieren und erst gegen Jahresende wieder an Fahrt gewinnen. Somit erwartet das IHS für 2026 und 2027 ein Wirtschaftswachstum von 0,8 % bzw. 1,0 %. Die Inflationsrate wird im Jahresdurchschnitt 2026 wegen des erneuten Energiepreisschocks 3,0 % betragen und auch im kommenden Jahr mit 2,3 % über dem 2-Prozent-Ziel der EZB liegen. Das IHS erwartet für das laufende Jahr eine Arbeitslosenquote von 7,5 % und für 2027 einen Rückgang auf 7,3 %. Nach 4,2 % im Vorjahr dürfte das Budgetdefizit im laufenden Jahr 4,0 % und im kommenden Jahr 3,7 % des Bruttoinlandsprodukts betragen.

IHS Konjunkturprognose