Prognose der österreichischen Wirtschaft 2026–2030

Sofern der Iran-Krieg nicht erneut aufflammt, dürfte die österreichische Wirtschaft auf einen verhaltenen Wachstumskurs zurückkehren.

Export stützt verhaltenes Wachstum

Für den Prognosezeitraum 2026 bis 2030 erwartet das IHS eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts von durchschnittlich 1,0 % pro Jahr. Nach deutlichen Marktanteilsverlusten in den Vorjahren dürften die Exporte wieder im Einklang mit den Exportmärkten zulegen. Auch die Bauwirtschaft sollte mittelfristig ihre langjährige Krise überwinden und die Rezession hinter sich lassen. Ausgehend von 3,0 % im laufenden Jahr dürfte die Inflation in Österreich in den kommenden Jahren merklich zurückgehen; ab 2028 sollte das Inflationsziel der EZB von 2 % erreicht werden. Die demografische Entwicklung dämpft das Arbeitskräfteangebot. Zusammen mit einem, wenn auch moderaten, Beschäftigungswachstum sollte dies dazu beitragen, dass die Arbeitslosenquote von 7,5 % im laufenden Jahr bis 2030 auf 6,4 % sinkt. Laut IHS-Prognose sind zusätzliche Anstrengungen notwendig, um die Defizitquote der öffentlichen Haushalte unter die Zielmarke der Bundesregierung von 3 % zu senken.

IHS-Konjunkturprognose