Neue Daten zur sozialen Lage der Studierenden in Österreich

Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat gestern den Kernbericht der Studierenden-Sozialerhebung 2025 veröffentlicht, der umfassende Einblicke in die Lebens- und Studienbedingungen der Studierenden an Österreichs Hochschulen gibt.

Die Studie wird seit den 1970er-Jahren in Österreich regelmäßig durchgeführt. Die jüngste Befragung fand im Sommersemester 2025 im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) statt. Die Ergebnisse der nationalen Erhebung werden im Rahmen der international vergleichbaren Studie EUROSTUDENT mit jenen vieler anderer Länder verknüpft und analysiert.

Unterschiedliche Lebens- und Studienbedingungen

Die Studierenden stellen eine sehr heterogene Gruppe dar. So ist etwa rund ein Fünftel der Studierenden über 30 Jahre alt. Diese Gruppe hat häufiger Eltern, die nicht studiert haben, und studiert öfter über den zweiten Bildungsweg oder zeitlich verzögert. Etwas mehr als ein Viertel der Studierenden hat ihren Schulabschluss im Ausland erworben und zählt damit zu den internationalen Studierenden. 54 Prozent der inländischen Studienanfänger:innen sind sogenannte „First-Generation Students“, ihre Eltern haben also nicht studiert. Ein Vergleich mit dem Bildungsniveau der Gesamtbevölkerung zeigt jedoch, dass die Chancen, ein Studium aufzunehmen, weiterhin stark vom Bildungshintergrund der Eltern abhängen.

Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auch auf der finanziellen Situation der Studierenden. Im Vergleich zur Erhebung 2023 ist der Anteil an Studierenden mit finanziellen Schwierigkeiten zurückgegangen und liegt im Schnitt bei 25 Prozent (2023: 29 Prozent) – besonders betroffen sind dabei ältere Studierende. Dennoch liegt dieser Anteil weiterhin über dem Niveau vor der Pandemie und der Hochinflationsphase. Die Wohnkosten sind im Zeitraum von 2015 bis 2025 um rund 50 Prozent gestiegen, sie machen damit mittlerweile 38 Prozent des Gesamtbudgets der Studierenden aus. Besonders betroffen sind Studierende mit geringem Budget, die einen überproportional hohen Anteil ihres Budgets für Wohnen aufwenden müssen.

Der vollständige Bericht steht ab sofort im Repositorium des IHS (IRIHS) zum Download zur Verfügung.