Nature-Essay über KI, Autor:innenschaft und Verantwortung

IHS Senior Researcher Robert Braun hat in der Fachzeitschrift Nature einen Essay veröffentlicht, der sich mit der Frage der Verantwortung in der Wissenschaft im KI-Zeitalter auseinandersetzt.

In „Who is responsible when AI helps write science?“ widmet sich Braun einer Frage, mit der Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen in ihrer täglichen Arbeit zunehmend konfrontiert sind: Wie lässt sich der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (KI) in der Forschung mit verantwortungsvoller wissenschaftlicher Praxis vereinbaren?

Da KI immer stärker in die Recherche, Analyse, das Schreiben und Überarbeiten von Forschungsarbeiten eingebunden wird, reicht ein bloßer Hinweis daraus, dass KI verwendet wurde nicht mehr aus. In seinem Essay für Nature formuliert Braun das sogenannte CRediT-AI-Framework als praktischen Lösungsansatz: Den Einsatz von KI transparent machen, genau angeben, an welchen Stellen sie menschliche Beiträge geprägt hat, und die Verantwortung für wissenschaftliche Aussagen konsequent bei den menschlichen Forscherinnen und Forschern belassen.

„Generative KI wirft ein neues Licht auf die Autorschaft sowie auf jene Infrastrukturen, über die schriftliche Arbeiten bewertet und anerkannt werden, um als wissenschaftlicher Beitrag zu gelten. Diese Sichtbarkeit sollte nicht als Problem verstanden werden, das es zu unterdrücken gilt, sondern als Chance, die zukünftigen Bedingungen des wissenschaftlichen Arbeitens neu auszuhandeln“, argumentiert Braun in seiner Arbeit.

Link zum Nature-Beitrag