Die Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten bremsen die Erholung der österreichischen Wirtschaft. Nach einer kurzen Schwächephase dürfte die Konjunktur im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2026 aber wieder an Fahrt gewinnen. Somit erwartet das IHS unverändert ein Wirtschaftswachstum von 0,8 % im laufenden bzw. 1,0 % im kommenden Jahr. Da der vom Iran-Krieg ausgelöste Energiepreisanstieg länger dauert als in der Sommer-Prognose erwartet, wird die Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 3,1 % angehoben. Mit 2,8 % dürfte der Preisauftrieb auch im kommenden Jahr deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank liegen. Für die Arbeitslosenquote erwartet das IHS 7,6 % im laufenden Jahr sowie 7,4 % im kommenden Jahr. Nach 4,1 % im Vorjahr dürfte das Budgetdefizit in den Jahren 2026 und 2027 3,9 % bzw. 3,7 % des Bruttoinlandsprodukts betragen.
