Eine aktuelle IHS-Studie, erstellt in Kooperation mit dem Umweltbundesamt und der TU Wien, analysiert die dafür erforderlichen Investitionen und deren gesamtwirtschaftliche Auswirkungen.
Zentrale Ergebnisse:
- Investitionsvolumen: Je nach Szenario beläuft sich der zusätzliche jährliche Investitionsbedarf auf etwa 6,4 bis 11,2 Milliarden Euro. Dies entspricht rund 1,1 % bis 1,9 % des prognostizierten Bruttoinlandsprodukts (BIP).
- Schlüsselsektoren: Der größte Handlungsbedarf besteht in den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr und Gebäude. Insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien und die thermische Sanierung von Gebäuden spielen eine entscheidende Rolle.
- Finanzierung & Rahmenbedingungen: Die Studie betont, dass private Investitionen durch stabile politische Rahmenbedingungen und eine konsequente CO2-Bepreisung mobilisiert werden müssen. Öffentliche Mittel sollten gezielt dort eingesetzt werden, wo Marktbarrieren bestehen.
- Wettbewerbsfähigkeit: Eine EU-weit abgestimmte Klimapolitik ist essenziell, um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie im globalen Vergleich zu sichern.
„Der Weg zur Klimaneutralität ist eine enorme finanzielle Herausforderung, bietet aber auch die Chance für eine moderne, krisenfeste Wirtschaft“, so die Autor:innen. Die Studie unterstreicht, dass verzögerte Maßnahmen langfristig deutlich höhere Kosten verursachen würden.
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