Iran-Krieg bremst die Konjunktur
Die Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg bremsen die Konjunktur. Damit fällt die Erholung der österreichischen Wirtschaft deutlich schwächer aus, als es sich noch bis Ende Februar angedeutet hatte. Vor dem Hintergrund des aktuellen Energiepreisschocks nimmt das IHS seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in den Jahren 2026 und 2027 auf 0,5 % bzw. 0,8 % zurück. Ausgehend von 2,0 % zu Jah-resbeginn dürfte die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2026 auf 2,9 % ansteigen und auch im kommenden Jahr mit 2,4 % über dem 2 %-Ziel der Europäischen Zent-ralbank liegen. Mit einer Arbeitslosenquote von 7,5 % bzw. 7,4 % dürfte die Lage am Arbeitsmarkt nahezu unverändert bleiben. Für das laufende Jahr erwartet das IHS ein Budgetdefizit von 4,2 % des Bruttoinlandsprodukts, für das kommende Jahr einen Wert von 4,1 %. Ohne den Iran-Krieg würde die österreichische Wirtschaft in den Jah-ren 2026 und 2027 um 0,5 bzw. 0,3 Prozentpunkte stärker wachsen. Die Inflation wäre um 0,9 bzw. 0,2 Prozentpunkte niedriger.
