IHS: Vier Forschungsinitiativen und Start der Gespräche über neuen Direktor

 

  • Verhandlungen mit Ökonom Lars Feld beginnen

  • IHS-Kuratorium beschließt vier Forschungsinitiativen

  • Interdisziplinäre Forschung wird mit Forschungsbudget von 1 Million Euro verstärkt


(Wien, 30.06.2021) Das Kuratorium des IHS hat auf Basis der Vorschläge der Auswahlkommission entschieden, mit dem prominenten Ökonomen Lars Feld Verhandlungen über die wissenschaftliche Leitung des Instituts für Höhere Studien zu beginnen. „Ziel ist, die Verhandlungen rasch zu finalisieren, um im Herbst Lars Feld am Institut begrüßen zu können“, erklärt IHS-Präsident Franz Fischler.

 

Neue Zugänge zu großen Themen: Vier interdisziplinäre Forschungsinitiativen am IHS

Auch inhaltlich zukunftsweisende Themen standen auf der Agenda der Kuratoriumssitzung. Vier interdisziplinäre Forschungsinitiativen werden die akademische Forschung am IHS stärken und zur Entwicklung neuer Instrumente für die Politikberatung beitragen.

„Wissenschaft muss in der Lage sein, Lösungen für gesellschaftliche Fragen der Zukunft vorzubereiten. Mit den Forschungsinitiativen bündelt das IHS die Expertise in den Forschungsgruppen, verstärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit am Institut und schafft Kapazitäten, relevante Fragestellungen im öffentlichen Interesse beantworten zu können“, so Eva Liebmann-Pesendorfer, Generalsekretärin des IHS, die gemeinsam mit Franz Fischler interimistisch die Leitung des Instituts übernommen hat.

 

Die Forschungsinitiativen im Überblick

1. Mikro-Makro Verknüpfung

Aufbauend auf der langjährigen Tradition der Modellentwicklung am IHS werden Mikro- und Makroansätze verbunden. Diese interdisziplinäre Herangehensweise erlaubt die Entwicklung neuer Instrumente für die Politikanalyse und Policy-Entwicklung, etwa zur Bewertung der wirtschaftlichen Konsequenzen von politischen Maßnahmen.

2. Analyse von Bildungs- und Erwerbsverläufen

Die Kompetenzen aus den Forschungsbereichen Bildung, Beschäftigung und Hochschulen werden durch die innovative Verknüpfung von Registerdaten erweitert. Dies erlaubt neuartige empirische Analysen von Bildungs- und Erwerbsverläufen in Österreich. Konkrete Forschungsfragen werden auf Übergänge zwischen den Schulstufen, auf geschlechterspezifische Bildungswege und die Auswirkung von Bildungskarrieren auf das Erwerbsleben fokussieren.

3. Gesundheit und Wirtschaft

Die Forschungsinitiative widmet sich den Verflechtungen von Gesundheit und Wirtschaft und der Analyse dieser Zusammenhänge auf nationaler und regionaler Ebene. Analyseinstrumente wie das Gesundheitssatellitenkonto ermöglichen die Abbildung gesundheitsbezogener wirtschaftlicher Aktivitäten. Mit weiteren spezifischen Tools können beispielsweise die Auswirkungen von Pandemieverläufen oder Klimaveränderungen auf die Wirtschaft simuliert werden.

4. Entscheidungen in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

In einem neuen und einzigartigen Kontext werden soziologische, psychologische und verhaltensökonomische Perspektiven kombiniert, um Verhalten und Entscheidungen von Menschen in unterschiedlichen Bereichen analysieren zu können.

 

Die Forschungsinitiativen sind mit jährlich 240.000 Euro dotiert und mit einer Laufzeit von je vier Jahren projektiert. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website des IHS: www.ihs.ac.at/de/forschung/forschungsinitiativen

 

Rückfragen:

Paul Glück
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