Event

Warum (noch) Frauen* fördern?

Nov 21, 2019, - Nov 22, 2019, IHS, Josefstädter Straße 39, 1080 Vienna

Tagung

Warum (noch) Frauen* fördern?

Reflexion des Status Quo und Visionen für neue erfolgreiche Strategien

Datum: 21. und 22. November 2019
Ort: Institut für Höhere Studien, Wien (IHS)

Die Veranstaltung schließt an die Diskussionen im Rahmen der im Jahr 2017 von der Wirtschaftsuniversität Wien veranstalten Tagung: „Warum (noch) Frauen* fördern? Von der Individualisierung zur Kollektivierung gleichstellungspolitischer Ansätze“ an. Ziel ist es, ein Austauschforum für Wissenschafter_innen und Praktiker_innen zu bieten und damit sowohl die Weiterentwicklung oder Neukonzeption von Maßnahmen als auch den Theoriediskurs zu befruchten.

Organisationskomitte: Angela Wroblewski, Magdalena Wicher (beide Institut für Höhere Studien Wien), Johanna Hofbauer, Katharina Mader, Angelika Schmidt (alle Wirtschaftsuniversität Wien).

Vorläufiges Programm (Hinweis mobile Darstellung: Display drehen)

Donnerstag, 21.11.2019

Ab 9.00

Registrierung

09.30 – 10.00

Begrüßung und Überblick durch Martin Kocher (Direktor IHS) und Angela Wroblewski (Organisationsteam IHS)

10.00 – 11.00

Keynote – Yvonne Benschop (Nijmegen School of Management, Netherlands)

“Fueling Feminisms, Conversations across the theory-practice divide”

In this talk Yvonne Benschop will draw inspiration from various strands of feminist thought to see what concepts and insights they offer to counter the postfeminist gender regime in contemporary organizations in the West. She will make the case for collaborations between feminist academics and feminist practitioners in organizations, if we are to realize equality, diversity and inclusion in our workplaces.

11.00 – 11.15

Kaffeepause

11.15 – 12.15

Visions of Gender Policy – Visionen der Geschlechterpolitik 1

  • Redefining feminism in academia: Looking closer at inequalities with an intersectional approach
    Anita Thaler (IFZ Graz), Jennifer Dahmen-Adkins (RWTH Aachen), Ester Conesa (UOC Barcelona)

  • Overcoming the equality paradox
    Angela Wroblewski (IHS)

Moderation: Johanna Hofbauer (WU Wien)

Strukturelle Benachteiligung: aktuelle Befunde und Maßnahmen

  • Der Dual Career Mythos und warum Frauenförderung bei struktureller Benachteiligung sinnvoll ist. Schlussfolgerungen aus empirischen Forschungen zu Väterkarenz und Elternteilzeitarbeit in Österreich
    Gerlinde Mauerer (Universität Wien)

  • Gleichstellung auf dem Prüfstand: Geschlecht als Kategorie in der externen öffentlichen Finanzkontrolle und in der Korruptionsprävention
    Tina Fadler (Rechnungshof Österreich)

Moderation: Gerlinde Titelbach (IHS Wien)

12.15 – 13.30

Mittagspause

13.30 – 14.30

Visions of Gender Policy – Visionen der Geschlechterpolitik 2

  • Qualität vor Quantität? Die Bedeutung von (Chancen-) Gleichheit unter dem (erstarkenden) Primat von Exzellenz in der Wissenschaft
    Heike Kahlert (Ruhr-Universität Bochum)

  • Über die transformative Handlungsmacht von universitären Gleichstellungsdokumenten (und die Widerstände, die sie hervorrufen)
    Lisa Appiano (Universität Wien)

Moderation: Angelika Schmidt (WU Wien) tbc

Beharrliche Segregationen: Bildungs- und Berufsentscheidungen in MINT-Fächern

  • Gendersensible Studien- und Berufsorientierung zur Chancengleichheit von Frauen in MINT-Berufen
    Olga Harms, Stephanie Schenk, Jennifer Schmidt, Hannes Tegelbeckers, Frank Bünning (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

  • Geschlechtsuntypische Ausbildungen als Berufschance oder Drehtür zurück zu geschlechtstypischen Berufswegen
    Andrea Leitner (IHS), Margareta Kreimer (Universität Graz)

Moderation: Brigitte Ratzer (TU Wien)

14.30 – 15.30

Reflexion des Status Quo aus Sicht der Gleichstellungs-akteur*innen

  • Zugehörigkeit versus politische Haltung. Erschwert oder begünstigt das Konzept der eigenen Betroffenheit Geschlechterpolitik?
    Christine Buchwald (Universität Koblenz-Landau)

  • Handlungsfeld Hochschule: Chancen einer (Re)Konzipierung institutionalisierter Gleichstellungsarbeit
    Ingrid Schacherl (Akademie der bildenden Künste)

Moderation: Alexander Fleischmann (WU Wien)

Blind Spots der Frauenförderung und Gleichstellungspolitik

  • Frauen fördern im Niedriglohnbereich? Befunde und Überlegungen aus der Reinigungsbranche
    Karin Sardadvar (WU Wien)

  • Frauen als Adressatinnen Ländlicher Entwicklungsprogramme im Spannungsfeld zwischen feministischem Anspruch und realer Förderpraxis
    Theresia Oedl-Wieser (Bundesanstalt für Bergbauernfragen)

  • Einkünfte der Ärztinnen und Ärzte in Österreich
    Monika Riedel und Miriam Reiss (IHS)

Moderation: Katharina Mader (WU Wien)

15.30 – 16.00

Kaffeepause

16.00 – 18.00

Podiumsdiskussion „Politik für Frauen* gestalten – zwischen theoretischem Anspruch und Alltagsrestriktionen“

  • Birgit Buchinger (Solution, Salzburg)

  • Eva Czernohorszky (Wirtschaftsagentur Wien)

  • Kristina Hametner (MA 24 – Strategische Gesundheitsversorgung)

  • Iris Rauskala (Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung)

  • Anita Thaler (IFZ – Interdisciplinary Research Centre for Technology, Work and Culture Graz)

Moderation: Angela Wroblewski

19.00

Gemeinsames Abendessen im Habibi & Hawara, Wipplingerstraße 29, 1010 Wien.

  

 

Freitag, 22.11.2019

09.00 – 10.00

Keynote – Regine Bendl, Maria Clar, Angelika Schmidt (WU Wien) „Backlash. Erodierung von gleichstellungspolitischen Errungenschaften für Frauen* im österreichischen Kontext?“ (tbc)

10.00 – 11.00

Evaluation im Spannungsfeld: feministische Ansprüche im Alltag

  • Gesamtevaluierung der Frauenförderungsprogramme der Donau-Universität Krems – Chancen, Herausforderungen und Risiken
    Doris Czepa, Michaela Gindl, Bettina Stadler (Donau-Universität Krems)

  • Evaluation von Gender Institutionalisierungsmaßnahmen in Forschungstechnologie-Organisationen
    Magdalena Wicher, Elisabeth Frankus (IHS)

Moderation: Andrea Leitner (IHS Wien)

Wissenschaftlerin* werden: Wege mit Stolpersteinen

  • Wissenschaftlicher Erfolg als privates Risiko? Zur Berücksichtigung weiblicher* Lebensrealitäten in der Frauen*förderung
    Meike Lauggas (Universität Wien)

  • Das weibliche akademische Subjekt? Re-Konstruktionen zu Biographien von Wissenschaftlerinnen*
    Jacqueline Hackl (Universität Wien)

Moderation: Beate Littig (IHS Wien)

11.00 – 11.30

Kaffeepause

11.30 – 13.00

Quote als Instrument – Perspektiven aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

  • Unangenehm ist normaler Alltag – Quoten und Machtspiele in universitären Gremien am Beispiel einer Technischen Universität
    Bettina Enzenhofer (TU Wien), Elisabeth Anna Günther (WU Wien), Brigitte Ratzer (TU Wien)

  • Frauen in Führungspositionen – Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren, die den Anteil von weiblichen Führungskräften in der Wirtschaft begünstigen
    Silvia Jankovic (Universität Wien)

  • Die Rolle der Parteien bei der Förderung von Frauen* in den Institutionen des politischen Systems
    Katharina C. Zahradnik (IHS)

Moderation: Katrin Auel (IHS Wien)

Jenseits der Binarität: Geschlechterdiversitäten

  • Geschlechterdiversitätsdispositiv an österreichischen Universitäten
    Victoria Englmaier (IHS)

  • (Geschlechter-)Binarität und Heteronormativität als soziales und gewaltvolles Zwangssystem für intergeschlechtliche Personen
    Luan Pertl (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich VIMÖ, Organisation Intersex International – Europe (OII Europe))

  • De/Constructing Spaces of Queer Fear: Rassisierte und klassisierte Stadt- und Raumkonstruktionen als Deutungsrahmen für die Interpretation von Gewalt gegen LGBTIQs am Beispiel Wien
    Christine M. Klapeer (Universität Göttingen), Karin Schönpflug (IHS)

Moderation: Christian Berger (AK Wien)

   

Zur Anmeldung

 

 

 

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