Die Zusammenhänge und Zielkonflikte zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen und umweltbezogenen Entwicklungszielen werden immer offensichtlicher; auch die Unterschiede und Ungleichheiten zwischen Regionen treten deutlicher zutage. Ländlich geprägte Regionen, aber auch Industrie- oder Tourismusgegenden sowie Großstädte stehen unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber, die angemessene, abgestimmte und integrative Antworten benötigen. Dabei kann es um öffentliche Infrastruktur gehen, um nachhaltige Mobilität und Energieversorgung zu ermöglichen und um Zugänge zu wichtigen Märkten zu eröffnen. Es kann auch bedeuten, die Diffusion von Energie- und Umweltinnovationen zu beschleunigen, um Regionen gleichzeitig klimafreundlicher und wettbewerbsfähiger zu machen. Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei, Regionen gegen alle Arten von Schocks resilienter zu machen; das gilt sowohl für klima- und umweltbezogene Ereignisse, wie Fluten, Hitze- oder Trockenperioden, aber auch für ökonomische Entwicklungen, wie die Deindustrialisierung oder den demografischen Wandel. Evidenzbasierte und strategisch stimmige Politikmaßnahmen werden immer wichtiger, um nachhaltige Transformationen einzuleiten und zu begleiten.

Die Forschungsgruppe betreibt interdisziplinäre Forschung zu Themen wie:

  • regionale Ungleichheit, regionale Entwicklung und Kohäsionspolitik
  • regionale Konvergenz und Divergenz
  • Identifikation und Analyse von Determinanten von Wirtschaftswachstum und Resilienz
  • Ökonomische Wettbewerbsfähigkeit und Strukturwandel
  • Ökonomische, umweltbezogene und soziale Auswirkungen von Politikmaßnahmen oder Investitionsprojekten
  • Klimawandel (insb. Maßnahmen zu mitigation und adaptation)
  • Energiepolitik und Infrastrukturfragen
  • Analyse von Umwelteffekten, z. B. Schadstoffemissionen, Land- und Ressourcenverbrauch

Die Methoden, die in der Gruppe genutzt werden, entstammen im Wesentlichen der quantitativen Sozialforschung und umfassen angewandte Ökonometrie, Methoden aus dem Bereich des Operations Research, multiregionale umweltbezogene Input-Output-Analyse (siehe auch https://www.ihs.ac.at/de/forschung/tools-modelle-daten/modelle/), oder dynamische Ökoeffizienzanalysen.

Forschungsgruppenleiter

Bild Alexander Schnabl

Schnabl Alexander

Head of Research Group, Sprecher für Wertschöpfungsketten
+43 1 59991 211
schnabl(at)ihs.ac.at