Ausgewählte Projekte

Die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und ihre Determinanten

Projektleiter: Klaus Weyerstrass
Projektteam: Jan Kluge, Sarah Lappöhn, Alexander Schnabl, Martin Wagner
Projektlaufzeit: Jänner 2018 – Dezember 2019
Finanzierung: OeNB - Jubiläumsfonds Projekt No. 17686

Projektinformation: Im aktuellen World Competitiveness Report des WORLD ECONOMIC FORUM landet Österreich auf Rang 18 (von 137). Diese Platzierung ist zwar beachtlich, wirft aber dennoch wichtige Fragen in Bezug auf das vielschichtige und multidimensionale Konzept der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft auf. Im Rahmen dieses Projekts sollen diese Fragen untersucht werden, indem mit einem Mix aus Methoden verschiedene Schlüsselaspekte in den Blick genommen werden. Erstens werden die Totale Faktorproduktivität (TFP) und die Arbeitsproduktivität zerlegt und mithilfe ökonometrischer Methoden untersucht. Dabei sollen die Haupttreiber von Verschiebungen der Produktionsmöglichkeitenkurve identifiziert werden. Zweitens wird eine Stochastic Frontier Analysis (SFA) durchgeführt, um die Entfernung der österreichischen Wirtschaft (und ihrer Sektoren) von der globalen Effizienzgrenze zu bestimmen; auch hier mit einem Fokus auf den Treibern von (In)effizienz. Drittens wird eine Data Envelopment Analysis (DEA) zur Anwendung gebracht, um Effizienz auch im weiteren Sinne und in einem Multi-Output-Setting zu untersuchen, das z. B. auch Umweltfaktoren mit einbezieht. Alle Analysen werden sowohl mit aggregierten als auch mit sektoral und regional disaggregierten Daten für die EU-Mitgliedsländer durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den wichtigsten Handelspartnern und den Nachbarländern Österreichs. Die Ergebnisse dieses Projekts werden Schlüsse im Hinblick auf die Determinanten von Produktivitätswachstum und Effizienz zulassen und dadurch konkrete Handlungsoptionen identifizieren.

Zukünftiger dezentraler Infrastrukturbedarf in Österreich: Ökonomische Effekte von Investitionen in den Bereichen Elektromobilität, Energie und Wasser/Abwasser

Projektleiter: Alexander Schnabl
Projektmitglieder: Jan Kluge, Hannes Zenz, Sarah Lappöhn, Alexandra Amerstorfer, Stephanie Haslinger, Stefan Heidler, Johannes Laber and Ulrich Tschiesche
Projektdauer: 2016-2018
Finanzierung: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und der Österreichische Gemeindebund.

Projektinhalt: Die Forschungsgruppe hat in Zusammenarbeit mit der Kommunalkredit Public Consulting die österreichischen dezentralen Infrastrukturbedarfe in den Bereichen Elektromobilität, Energie und Wasser/Abwasser bis zum Jahr 2030 abgeschätzt und die einhergehenden volkswirtschaftlichen Effekte auf Wertschöpfung, Beschäftigung sowie Steuern und Abgaben entlang der Wertschöpfungsketten berechnet, die durch einen entsprechenden Infrastrukturausbau entstehen würden. Für die Berechnungen der volkswirtschaftlichen Effekte wurde das multiregionale Input-Output-Modell der Forschungsgruppe angewendet.

Ökonomische Bedeutung der Weinwirtschaft für Österreich

Projektleiter: Alexander Schnabl
Projektmitglieder: Sarah Lappöhn, Alina Pohl
Projektdauer: 2016
Finanzierung: Österreich Wein Marketing GmbH

Projektinhalt: Die Weinwirtschaft in Österreich hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Volkswirtschaft Österreichs. Insgesamt sind die Liefer- und Bezugsstrukturen der österreichischen Weinwirtschaft sehr vielfältig. Unter Berücksichtigung des mit österreichischem Wein in Zusammenhang stehenden Tourismus, Events und Ausbildung ist zu vermuten, dass von dieser Branche ein wichtiger Beitrag zur österreichischen Wirtschaft in Bezug auf Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen ausgehen.

Ökonomische Wirkungen des Eurovision Song Contest Vienna 2015 für Wien und Österreich

Projektleiter: Alexander Schnabl
Projektmitglieder: Sarah Lappöhn, Alina Pohl
Projektdauer: 2015
Finanzierung: Kobza Media GmbH

Projektinhalt: Der Eurovision Song Contest Vienna 2015 im Mai 2015 in der Wiener Stadthalle hatte neben dem kulturellen und unterhaltenden Wert einen bedeutenden ökonomischen Nutzen für Wien und Österreich. So profitierten nicht nur die unmittelbar involvierten KünstlerInnen und Unternehmen, sondern auch deren Vorleister mehrerer Wirtschaftssektoren durch diesen Event. Im Rahmen der Studie wurden die ökonomischen Effekte für das Bundesland Wien und die gesamtösterreichische Volkswirtschaft analysiert und quantifiziert.

Wirtschaftsfaktor Kirche - Die Leistungen der katholischen Kirche für das Gemeinwesen in Österreich und ihre ökonomischen Effekte

Projektleiter: Alexander Schnabl
Projektmitglieder: Sarah Lappöhn, Alina Pohl, Bianca Brandl, Thomas Czypionka, Brigitte Ecker,
Frank Kronemann, Gerald Röhrling
Projektdauer: 2013-2014
Finanzierung: Finanzkammerdirektoren der Diözesen der römisch-katholischen Kirche Österreich und Österreichische Superiorenkonferenz

Projektinhalt: Die Leistungen der Religionsgemeinschaften in Österreich und insbesondere der römisch-katholischen Kirche waren bis dato nur schwer quantifizierbar und ungenügend mit Zahlen und Fakten untermauert worden. Im Rahmen der Studie ist in Zusammenarbeit mit der Joanneum Research ForschungsgesmbH eine objektive Analyse (Gegenüberstellung) der kirchlichen Leistungen und der staatlichen Zuwendungen sowie eine umfassende Kosten-Nutzen-Betrachtung der kirchlichen Leistungen durchgeführt worden. Kirchliche Leistungen und Aktivitäten wurden nach wissenschaftlich anerkannten Methoden monetär bewertet und das österreichischen Kirchenfinanzierungsmodell analysiert und dargestellt. Durch diese Vorgehensweise soll mehr Transparenz und eine objektivere Betrachtung kirchlicher Leistungen und staatlicher Zuwendungen ermöglicht werden. Die Studie ist in Buchform erschienen.

SETA - South East Transport Axis

Projektleiter: Alexander Schnabl
Projektmitglieder IHS: Martha Ecker, Brigitte Hochmuth, Sebastian Koch, Sarah Lappöhn, Alina Pohl, Barbara Zucker
Projektdauer: 2012-2014
Finanzierung: Landesregierungen Burgenland, NÖ, Wien

Projektinhalt: In Zusammenarbeit mit mehreren Projektpartnern war das Ziel des Projekts die Identifizierung von möglichen Verbesserungsmaßnahmen des Schienenkorridors zwischen Wien über Bratislava und Westungarn nach Zagreb beziehungsweise in die nördliche Adria (SETA Corridor). Es wurden verschiedene Analysen durchgeführt, um Lösungen für die verbesserte Zugänglichkeit und logistische Arbeitsabläufe zu implementieren. Darauf basierend wurden technische und (volks)wirtschaftliche Analysen sowie Umwelteffekte des Ausbaus der bestehenden Strecken betrachtet.

Weitere Information (Projektwebsite SETA)

Gesundheitswirtschaft Österreich – Ein Gesundheitssatellitenkonto (GSK) für Österreich

Projektleiter: Thomas Czypionka, Alexander Schnabl
Projektmitglieder: Clemens Sigl, Julia-Rita Warmuth, Barbara Zucker, Brigitte Hochmuth, Julia Janke, Sarah Lappöhn, Alina Pohl
Projektdauer: 2013-2014
Finanzierung: Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) und Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

Projektinhalt: Primäres Ziel der Studie war die Verflechtungen des Bereichs Gesundheit, sowohl im Sinne des öffentlich finanzierten ersten Gesundheitsmarkts als auch des zweiten Gesundheitsmarkts, mit allen Sektoren bestmöglich abzubilden, um in weiterer Folge Aussagen über die ökonomischen Auswirkungen von Ausgaben und Investitionen in den Teilbereichen tätigen zu können. Darüber hinaus wurden auch Bewertungen wirtschafts- und gesundheitspolitischer Entscheidungen ermöglicht. Als Endresultat wurde ein Gesundheitssatellit erstellt, der als praktikables Instrument zur Berechnung von volkswirtschaftlichen Effekten im engeren oder erweiterten Gesundheitsbereich und seinen Teilmärkten herangezogen werden kann. Die Studie ist in Buchform erschienen.