Die Forschungsgruppe un_Gleichheit und Bildung (EQUI) konzentriert sich auf Fragestellungen im Bereich Bildung und soziale Ungleichheit sowie damit verbundene Themenfelder (Arbeitsmarkt, Armut, Gender, ...), die relevant und kritisch für die Entwicklung der Gesellschaft sind. Im Konkreten arbeiten wir zu:

  • Zielgruppen (benachteiligte Jugendliche, Personen mit Migrationshintergrund)
  • Bildungsbiographien und Übergänge (Drop-Out, Transition von Bildung in Beschäftigung)
  • Makrostrukturellen Fragestellungen (Kosten, Erträge und Governance von Bildungssystemen)
  • Evaluationen und Wirkungsanalysen von bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie Programmen
  • Gender, Diversity und sozialer Ungleichheit (sowohl als Themen als auch als Querschnitte)

Das Tätigkeitsspektrum umfasst in den einzelnen Bereichen sowohl wissenschaftliche Grundlagenarbeiten als auch anwendungsorientierte Forschung und Evaluationen, die empirisch und theoriegeleitet betrieben werden.

Auf Ebene der Theorie arbeiten wir im Anschluss an das IPSP (International Panel on Social Progress) an der Entwicklung eines Konzepts des sozialen Fortschritts in Bildung und Arbeit. Eine herausfordernde Aufgabe dabei ist es, sozialen Fortschritt in einer heterogenen und pluralistischen Gesellschaft theoretisch abzuleiten, zu definieren und letztlich auch zu messen. Im Bereich Bildung bedeutet das beispielsweise das enge Konzept des Humankapitals zu überwinden und die Bedeutung von Bildung für die gesellschaftliche Entwicklung umfassend zu berücksichtigen. Die Langfristvision ist es, in Kooperation mit anderen Forschungsgruppen am Haus, eine alternative Form der Prognose zu etablieren, die über die engen Grenzen von BIP und Wirtschaftswachstum hinausreicht und die soziale und politische Entwicklung der Gesellschaft thematisiert.

Die Forschungsgruppe in_Equality and Education am IHS (2018)

Methoden

EQUI verfolgt eine systematische Integration qualitativer und quantitativer Methoden und ist auch bei der Weiterentwicklung sozialwissenschaftlicher Methoden bzw. Designs engagiert (Indikatorenentwicklung, kontrafaktische Wirkungsanalysen, Verbindung von Biografie- und Diskursanalyse …). Folgende Methoden kommen regelmäßig zur Anwendung:

Qualitative Verfahren:

  • Interviews
  • Gruppendiskussionen
  • Teilnehmende Beobachtung
  • Dokumentenanalysen
  • Inhaltsanalytische Verfahren
  • Rekonstruktive Verfahren (Biografieanalyse, dokumentarische Methode, Diskursanalyse)

Quantitative Verfahren:

  • Primär-statistische Erhebungen (z.B. Befragung von TeilnehmerInnen von Programmen)
  • Sekundärstatistische Daten (z. B. Labour Force Survey, EU-SILC, PISA, TIMSS, PIRLS, PIAAC, AES,CVTS sowie nationale Registerdaten)
  • Breites Spektrum an deskriptiv- und kausalstatistischen Analysemethoden

    Link:
    equi-Website (Archiv für Projekte, Publikationen und Präsentationen)

    Forschungsgruppenleiter

    Bild Mario Steiner

    Steiner Mario

    Head of Research Group
    +43 1 59991 219
    msteiner(at)ihs.ac.at