Forschungsplattform: Transport und Mobilität

Selbstfahrende Autos, weltumspannende Wertschöpfungsketten, die Dieselkrise oder das sich verändernde Verständnis von Mobilität sind nur einige von vielen Themen, die die Welt rund um den Verkehr völlig auf den Kopf stellen. In der Öffentlichkeit werden diese und auch viele andere Themen kontrovers und emotional diskutiert. Gerade weil die Transportbranche einer der größten Emittenten von Klimagasen ist, dürften die Technologien und Nutzergewohnheiten im Verkehr in den kommenden Jahrzehnten radikalen Veränderungen unterworfen sein. Transport und Mobilität betreffen somit weite Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders, sodass für eine umfassende  Beantwortung der drängendsten Fragen oftmals eine „Brille“ nicht mehr ausreicht.

Die Schaffung der forschungsgruppenübergreifenden Plattform „Transport und Mobilität“ eröffnet dem IHS die Chance diesen Themenbereich über mehrere Sichtweisen und Disziplinen hinweg multi- bzw. interdisziplinär zu betrachten, um den Anforderungen eines solchen gesellschaftlichen Querschnittthemas auch gerecht werden zu können.  In dieser Plattform sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus drei Forschungsgruppen des IHS vertreten, die zunächst gruppeneigene Arbeiten betreiben. Die Bündelung des Knowhows der drei Gruppen in dieser Plattform soll der zunehmenden Komplexität dieses Themenbereichs gerecht werden.

Am IHS findet die wissenschaftliche Begleitung dieser Entwicklungen je nach wissenschaftlichem Schwerpunkt in verschiedenen Forschungsgruppen statt: Die Gruppe Unternehmen, Branchen, Regionen betrachtet zum Beispiel einzelne Branchen genauer und beziffert etwa den volkswirtschaftlichen Mehrwert von Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Die Forschungsgruppe Technik, Wissenschaft und Gesellschaftliche Transformation untersucht anhand eines neuen Mobilitätsparadigmas die Herausforderungen, Probleme und Chancen von all dem,  was sich bewegt, aufzudecken und anzugehen. Auch die Forschungsgruppe Makroökonomie und Wirtschaftspolitik nutzt ihre Erfahrung im Bereich der Konjunkturprognosen, um langfristige Strukturdatenprognosen als Inputs für Verkehrsmodelle oder kurzfristige Güterverkehrsprognosen zu erstellen.

Um die Breite der Arbeiten zu diesem Thema darzustellen, werden im Folgenden einzelne Arbeiten des IHS kurz dargestellt:

Ausgewählte Publikationen

Schnabl, A., Platzer, G., Ecker, M., Fritzsche, H., Hochmuth, B., Koch, S., Lappöhn, S. and Pohl, A. (2014): SETA - South East Transport Axis. [Research Report] 49 p.

Schnabl, A., Amerstorfer, A., Haslinger, S., Kluge, J., Laber, J., Lappöhn, S., Tschiesche, U. und Zenz, H. (2018): Zukünftiger dezentraler Infrastrukturbedarf in Österreich: Ökonomische Effekte von Investitionen in den Bereichen Elektromobilität, Energie und Wasser/Abwasser; Endbericht. [Research Report] 103 p.

Frankus, E. und Hönigmayer, H. (2017): Evaluierung der Akzeptanz von ÖsterreicherInnen hinsichtlich automatisierten Fahrens; Endbericht. [Research Report] 74 p.

Braun, Robert (2019): Autonomous Vehicles: From Science Fiction to Sustainable Future. In: Marian Aguiar, Charlotte Mathieson and Lynne Pearce (eds): Studies in Mobilities, Literature, and Culture. New York and London: Palgrave Macmillan.

Kluge, Jan (2018): Das Taxigeschäft im Umbruch – Ein neuer Markt braucht neue Regeln. IHS Policy Brief 3, 2018.

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