Zukunft der Arbeit und Arbeitsmarktpolitik im Digitalen Zeitalter

2. Heinrich Neisser Lecture

Von links nach rechts: Martin Kocher, Gerlinde Titelbach, Dennis Snower, Johannes Kopf, Rudolf Winter-Ebmer, Heinrich Neisser, Johann Čas

10. April 2018, 17:00 - 20:00, IHS, Josefstädter Strasse 39, 1080 Wien, Hörsaal E02 (in German)

Begrüßung
Dr. Caspar Einem, Vizepräsident des IHS
 
Moderation
Prof. Dr. Martin Kocher, Direktor des IHS
 
Hauptvortrag
Prof. Dennis J. Snower, Ph.D., Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel

In den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit gab es einen breiten Konsens darüber, dass das, was gut für die Wirtschaft ist, auch gut für die Gesellschaft ist. Die klassischen Triebkräfte des Wirtschaftswachstums - technologischer Fortschritt, Globalisierung und finanzielle Innovation - wurden von den meisten MarktteilnehmerInnen zumindest in den Industriestaaten als vorteilhaft für ihren materiellen Lebensstandard und ihr Wohlergehen begrüßt. Dieser Konsens begann in vielen Ländern in den 1980er Jahren zu schwinden.

Viele Menschen empfinden eine abnehmende Kontrolle über ihr Schicksal und eine Schwächung ihrer sozialen Bindungen. Nicht nur die entwickelten Volkswirtschaften fürchten ArbeiterInnen und Angestellte heutzutage, dass sie durch Maschinen ersetzt werden. Nationalismus, ethnische Spaltungen und religiöse Konflikte nehmen zu, was es vielen Ländern unter anderem erschwert, Flüchtlingen sichere Zufluchtsorte und MigrantInnen Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten.

Der Vortrag befasst sich mit den Implikationen für die Zukunft der Arbeit und Arbeitsmarktpolitik in diesem Umfeld.

Kommentar
Mag.a Gerlinde Titelbach, Forschungsgruppe Labor Market and Social Policy, IHS
 
Diskussion
Prof. Dennis J. Snower, Ph.D.
Mag.a Gerlinde Titelbach
Dr. Johannes Kopf, Arbeitsmarktservice Österreich
Ing. Mag. Johann Čas, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Rudolf Winter-Ebmer, IHS und Universität Linz

Über diese Vortragsreihe

Die Heinrich Neisser Lecture ist eine öffentliche Vortragsreihe, die einmal jährlich am IHS stattfindet, um wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fragen mit gesellschaftspolitischer Relevanz zu diskutieren. Sie ist zu Ehren von Univ. Prof. Dr. Heinrich Neisser benannt, der politische Spitzenpositionen der Republik eingenommen hat, als Sozialwissenschafter an verschiedenen Universitäten geforscht und gelehrt hat, und viele Jahre als Präsident des IHS die Geschicke des Instituts maßgeblich bestimmt hat.