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Leben mit Corona

Interaktives, interdisziplinäres, intradisziplinäres Symposium

In Kooperation mit den sozialwissenschaftlichen Fachverbänden NOeG - ÖGK - ÖGP - ÖGPW - ÖGS - STS Austria
sowie der Plattform Registerforschung

Die COVID-19-Pandemie hat unser Leben innerhalb weniger Wochen und Monate verändert – und das wird noch eine längere Zeit so bleiben. Als „vernetzte Krise“ hat die Pandemie praktisch alle Aspekte des gesellschaftlichen und privaten Lebens betroffen, im politisch-institutionellen Gefüge, in der Arbeitswelt und im kulturellen Leben ebenso wie in der Familie und im Freundeskreis.

Wie gestaltet sich das Leben mit Corona in Österreich? In thematischen Sessions soll diese Frage diskutiert werden, und zwar von Vertreter*innen der Wissenschaftscommunity mit Vertreter*innen der politischen bzw. öffentlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft. Neben Fachvorträgen soll viel Raum gegeben werden für Interaktion – also der gemeinsamen Erarbeitung von Schnittstellen hier, dem vertieften Problembewusstsein dort und dem Erschließen wichtiger Fragestellungen an dritter Stelle. Und, wo immer erforderlich, quer zu etablierten Disziplinen- und Institutionengrenzen.

Ziel der Veranstaltung

Das Symposium bringt in thematischen Sessions Personen und Institutionen zusammen, die COVID-19-spezifische Forschung durchführen und solche, die die Zivilgesellschaft und die politisch-institutionelle Landschaft kennen und also repräsentieren. Die Diskussionen drehen sich um kleine, kurzfristig durchgeführte Beratungsprojekte ebenso wie um das große Thema, die Verwandlung unserer Gesellschaft unter dem Eindruck einer disruptiven Krise. Es werden damit zwei Ziele verfolgt: Erstens sollen (virtuelle) Räume geschaffen werden für den Austausch und die Formulierung von weiterführenden Forschungsfragen. Zweitens sollen die Leistungsfähigkeit, aber auch die Begrenzung und Begrenztheit der (sozial-)wissenschaftlichen Forschung aufgezeigt werden.

Eingeladen und angesprochen sind die wissenschaftliche Fachwelt, Entscheidungsträger*innen in der Politik und ihren Institutionen, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, der Medien, usw.

Struktur

Sessions

Die bewusst inter- und transdisziplinär angelegten Sessions beschäftigen sich mit folgenden Themen.

  1. Veränderte Arbeitswelten
  2. Schule und Bildung
  3. Mobilität und Konsumverhalten
  4. Wirtschaftliche Entwicklung (sektoral und global)
  5. Daseinsvorsorge und Gesundheit
  6. Die Zukunft der Demokratie und des Gemeinwesens

Jede Session folgt zwei Orientierungen:

  • Was sind die Probleme und Herausforderungen, die sich angesichts der COVID-19-Pandemie entzündet haben (und noch entzünden werden) und wo die (Sozial-)Wissenschaften einen Auftrag haben (könnten), zu ihrer Bewältigung beizutragen?
  • Wie steht es mit dem Zugang zur „wirklichen Wirklichkeit“? Wie steht es also mit dem Zugang zu Evidenz (Stichwort: Registerdaten) und mit der Interaktion zwischen (den Repräsentanten von) Problemen und Herausforderungen und (den Repräsentanten) von Analysen und Problemlösungen?

Dabei stehen der Austausch und die Reflexion über die Situation in Österreich im Vordergrund – selbstverständlich mit einem Blick in andere Länder.

Programmkomitee

Das Programmkomitee wird derzeit zusammengestellt und Anfang Juni das genaue Programm festlegen. Wir freuen uns, dass bislang die folgenden Personen fürs Programmkomitee gewonnen werden konnten:

  • Martin Kocher (IHS)
  • Nadia Steiber (IHS)
  • Barbara Prainsack (Uni Wien)
  • Alexander Bogner (Österreichische Gesellschaft für Soziologie)
  • Christian Korunka (Österreichische Gesellschaft für Psychologie)
  • Jeremias Stadlmair (Österreichische Gesellschaft für Politikwissenschaft)
  • Daniel Barben (STS Austria)

Anfragen zur Veranstaltung per Mail an event(at)ihs.ac.at.