Economics and Finance
Health System Watch
Beilage zur Fachzeitschrift SOZIALE SICHERHEIT erstellt durch das INSTITUT FÜR HÖHERE STUDIEN, IHS HealthEcon. Herausgegeben vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.
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Czypionka, Thomas, Titelbach, Gerlinde, Salcher, Maximilian: Orientierungshilfen bei der Arztwahl: Eine kritische Analyse (2013)
Health System Watch, HSW I / 2013, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Titelbach, Gerlinde, Klambauer, Anita: Regionale Versorgung im ambulanten Bereich: Internationale Perspektiven (2012)
Health System Watch, HSW IV / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Röhrling, Gerald, Schweiger, Eva: Evaluierung der Anwendung von Leitlinien in der Praxis (2012)
Health System Watch, HSW III / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Sigl, Clemens, Röhrling, Gerald: Die Novelle des KAKuG und ihre Bedeutung für die Schnittstelle zum stationären Bereich (2012)
Health System Watch, HSW II / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
Riedel, Monika, Czypionka, Thomas: Health Professionals der Zukunft (2012)
Health System Watch, HSW I / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Kalmar, Marcel Mark, Ulinski, Susanna: Disease-Management-Programme für Diabetes mellitus Typ 2: Was kann Österreich bei der Umsetzung noch lernen? (2011)
Health System Watch, HSW IV / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Riedel, Monika, Obradovits, Martin, Sigl, Clemens, Leutgeb, Johannes: Ambulante Vergütung im internationalen Vergleich: Perspektiven für Österreich (2011)
Health System Watch, HSW III / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Gottwald, Regina, Kalmar, Marcel: Qualität im niedergelassenen Bereich - ein Update (2011)
Health System Watch, HSW II / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Kraus, Markus, Riedel, Monika, Röhrling, Gerald: Health Workforce: Status quo und neue Berufsbilder (2011)
Health System Watch, HSW I / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Czypionka, Thomas, Röhrling, Gerald, Kalmar, Marcel: Performance von Gesundheitssystemen (2010)
Health System Watch, HSW IV / 2010, Institute for Advanced Studies, Vienna
Health System Watch, HSW I / 2013, Institute for Advanced Studies, Vienna
Portale zur Bewertung von Ärzten stellen als Orientierungshilfe eine Möglichkeit dar, wie
sich Patienten zu mündigen Teilnehmern am Markt für Gesundheitsdienstleistungen entwickeln
können. Um eine nutzenstiftende Wirkung entfalten zu können, müssen die auf
den Portalen bereitgestellten Informationen qualitativ hochwertig und für die Arztwahl relevant
sein, also unter anderem leicht verständlich und zugänglich sein. Einschlägige Portale
müssen somit in ihrem Auftritt, den bewerteten Dimensionen des Arztbesuchs und
den verwendeten Bewertungsinstrumenten, Daten- und Manipulationsschutz und weiteren
Bereichen Qualitätsanforderungen erfüllen. Die (subjektive) Bewertung von Arztpraxen
durch Patienten stößt jedoch insbesondere bei komplexen Dimensionen wie Fachkompetenz
an ihre Grenzen. Qualitätsmanagementprogramme können Grundlage für evidenzbasierte
Informationen zur Versorgungsqualität sein. Die Arztbewertungsportale Arzt-Auskunft
(Deutschland) und NHS Choices (Vereinigtes Königreich) verwenden Qualitätsmanagementprogramme
als Indikator für Versorgungsqualität. Neben Problemen bei der Erfüllung
einiger Qualitätsanforderungen stehen österreichische Portale hauptsächlich vor
dem Problem, über zu wenige Bewertungen zu verfügen und somit nicht ausreichende Information
für die Arztwahl bieten zu können.
Czypionka, Thomas, Titelbach, Gerlinde, Klambauer, Anita: Regionale Versorgung im ambulanten Bereich: Internationale Perspektiven (2012)
Health System Watch, HSW IV / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
International bestehen große regionale Unterschiede in der ambulanten medizinischen Versorgung.
Häufig steht einer hohen Versorgungsdichte im Ballungsraum in vielen Ländern eine regionale
Unterversorgung in der Peripherie gegenüber, was eine große Herausforderung darstellt. Dies betrifft
nicht nur sich entwickelnde Länder, sondern auch Flächenländer wie Australien und Kanada
sowie mittlerweile viele Regionen in Europa. Um die regionale Versorgung zu verbessern, bedarf es
staatlicher Maßnahmen, die einen Anreiz für Ärzte und Pflegefachkräfte schaffen sollen, in ländlichen
und dünn besiedelten Gebieten zu arbeiten. Zahlreiche internationale Studien haben sich mit
den Gründen beschäftigt, warum Ärzte in ländlichen Regionen verbleiben oder aus ihnen wegziehen.
Aufgrund dieser Erhebungen können Maßnahmen für das Anwerben und Verbleiben der
Ärzte in ländlichen Gebieten abgeleitet werden. Solche Maßnahmen und Anreizsysteme wurden
schon in verschiedenen Ländern umgesetzt, unter anderem in Norwegen, Frankreich, Deutschland,
Kanada und Japan.
Czypionka, Thomas, Röhrling, Gerald, Schweiger, Eva: Evaluierung der Anwendung von Leitlinien in der Praxis (2012)
Health System Watch, HSW III / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
Die Aufwendungen für die Leitlinienerstellung verpuffen, wenn die Leitlinien nicht auch Eingang
in den medizinischen Alltag finden. Zahlreiche Barrieren stehen der Leitlinienanwendung
entgegen. Ihre tatsächliche Verbreitung und Anwendung sollte daher evaluiert werden,
um den Erfolg von Implementierungsmaßnahmen zu messen und Implementierungsstrategien
zu verbessern. Tatsächlich ist die Evaluierung der Leitlinienanwendung sehr von
der konkreten Problemstellung abhängig, nicht zuletzt deshalb, weil die erforderlichen Daten
in irgendeiner Form generiert werden müssen, aber auch, weil die zu evaluierenden
Prozesse von der jeweiligen Leitlinie abhängen. Idealerweise sind bei der Leitlinienerstellung
bereits Qualitätsindikatoren eingebaut worden, die gemessen werden und eine Bewertung
der Leitlinienanwendung erlauben. International findet sich vor allem das Problembewusstsein,
dass Leitlinienanwendung in einen formaleren Rahmen gestellt werden
sollte, aber nur in wenigen Ländern wie dem Vereinigten Königreich oder den Niederlanden
sind bereits entsprechende Bemühungen eingeleitet worden.
Czypionka, Thomas, Sigl, Clemens, Röhrling, Gerald: Die Novelle des KAKuG und ihre Bedeutung für die Schnittstelle zum stationären Bereich (2012)
Health System Watch, HSW II / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
Die KAKuG-Novelle (BGBl. I Nr. 147/2011) zur Umsetzung des ÖSG 2010 soll effizienzfördernde
Flexibilisierungsmöglichkeiten in Spitälern eröffnen und die Nahtstellen zwischen dem
Spitalssektor und dem ambulanten Sektor verbessern. Dazu wurden neue Organisations- und
Betriebsformen mit einer modularen Zusammensetzung geschaffen, die eine differenziertere
Leistungserbringung der Krankenanstalten ermöglichen. Diese rahmengesetzlichen Vorgaben
müssen in weiterer Folge innerhalb eines Jahres auf Landesebene durch die Erlassung von
Ausführungsgesetzen umgesetzt werden. Aufgrund eines hohen Detaillierungsgrades im
Grundgesetz beschränkt sich die Ausgestaltung der landesgesetzlichen Umsetzung vielfach
auf die Anzeige- bzw. Bewilligungspflicht bei der Einrichtung von neuen Organisationsformen.
Generell ist die Aufweichung von festen Leistungs- und Strukturvorgaben zu begrüßen. Der
Handlungsspielraum der Akteure im Gesundheitswesen in Hinblick auf eine integrierte Versorgung
ist durch die immer noch starren Vorgaben jedoch weiterhin eingeschränkt. Die KAKuGNovelle
hat vorwiegend Veränderungen in der Organisation und Infrastruktur von Spitälern im
stationären Leistungsbereich erwirkt. Die Nahtstellen zwischen dem Spitalssektor und dem
ambulanten Sektor sowie zum Rehabilitations- und Pflegebereich bleiben dabei im Wesentlichen
unberührt. Für eine Entschärfung der Schnittstelle und die damit einhergehenden weitreichenden
ökonomischen und versorgungstechnischen Verbesserungen sind jedoch tiefgreifende
Reformen bzw. Novellierungen im Sinne eines gesamthaften Ansatzes vonnöten.
Zu diesen zählen etwa eine finanzielle Beteiligungsmöglichkeit der Spitäler an den Gruppenpraxen
oder eine vereinfachte dienstrechtliche Zuordnung des medizinischen Personals in Bezug
auf die verschiedenen Einrichtungen. Auch finanzierungsseitige Reformen sind notwendig,
etwa kostendeckende Tarife in der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung
(LKF) und komplementäre Bezahlsysteme im ambulanten Bereich, um Verbesserungen in der
Spitalslandschaft hinsichtlich der Förderung von Kooperationen und der Entschärfung von
Schnittstellen zwischen den Leistungsbereichen zu erwirken. Die Schaffung einer österreichweiten
integrierten Leistungsangebotsplanung und Versorgung bedarf einer abgestimmten,
ganzheitlichen Reform aller betroffenen – in Österreich stark fragmentierten – gesetzlichen
Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens, z. B. in Form eines einheitlichen Leistungserbringungsrechts.
Riedel, Monika, Czypionka, Thomas: Health Professionals der Zukunft (2012)
Health System Watch, HSW I / 2012, Institute for Advanced Studies, Vienna
Die Anforderungen an die Angehörigen der Gesundheitsberufe sind einem Wandel unterworfen, der
sich in der Ausbildung widerspiegeln muss. Richtungsweisende Überlegungen hat unter anderem die
Commission on the Education of Health Professionals for the 21st Century angestellt. Deren Erkenntnisse
wollen wir zusammen mit ähnlichen Ansätzen kurz vorstellen und ihre Anwendbarkeit auf
Österreich diskutieren. Es zeigt sich, dass einige Aspekte stark vom amerikanischen Gesundheitsund
Ausbildungsmarkt geprägt sind. Gültigkeit auch für Österreich haben jedenfalls die im Report
geforderte Schwerpunktsetzung der Ausbildung auf kritischen Wissenserwerb und Teamfähigkeit des
Personals sowie die sachorientierte Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen untereinander,
aber auch mit Gesundheitsdienstleistern. Bei dieser Zusammenarbeit sollte man sich in Österreich
jedoch nicht wie bisher fast ausschließlich auf Spitäler beschränken. Die Rolle von Akademisierung
und monetären Leistungsanreizen sollte hingegen etwas differenzierter betrachtet werden als im Report
dargestellt, die Aspekte der Weiterbildung und Patientenorientierung verdienen mehr Beachtung.
Ergänzt werden sollte eine Ausbildungsreform durch Kapazitätsplanung; international angewandte
Modelle hierzu werden ebenfalls kurz präsentiert.
Czypionka, Thomas, Kalmar, Marcel Mark, Ulinski, Susanna: Disease-Management-Programme für Diabetes mellitus Typ 2: Was kann Österreich bei der Umsetzung noch lernen? (2011)
Health System Watch, HSW IV / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Die Umsetzung von Disease-Management leidet in Österreich unter geringen Einschreiberaten im
Gegensatz zu Erfahrungen in anderen Ländern. International ist die Idee bereits wesentlich besser
etabliert. Beispiele aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich sowie die internationale
Fachliteratur zeigen Implementierungsmöglichkeiten und damit Verbesserungspotenziale auf. Allerdings
liegen einige der Schwierigkeiten in Österreich tief im System selbst verwurzelt und müssen
langfristig angegangen werden.
Czypionka, Thomas, Riedel, Monika, Obradovits, Martin, Sigl, Clemens, Leutgeb, Johannes: Ambulante Vergütung im internationalen Vergleich: Perspektiven für Österreich (2011)
Health System Watch, HSW III / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Das Vergütungssystem im ambulanten Bereich übt starke Anreize im erwünschten wie unerwünschten
Sinne auf das Leistungsgeschehen aus und steht im Fokus sowohl der „sektorenübergreifenden
Finanzierung des ambulanten Bereichs“ der 15a-Vereinbarung als auch der letzten ASVGNovelle,
die pauschale Vergütungsformen ermöglicht. Theoretische Erkenntnisse und internationale
Erfahrungen zeigen, dass das österreichische Vergütungssystem verbesserungsfähig ist. Bezahlungsformen
orientieren sich international stärker an Prozessen. Um keine verzerrenden Anreize zu
setzen, wird die Vergütung von Leistungen in Relation zu ihrem Aufwand gesetzt, wobei in jüngsten
Revisionen, beispielsweise des deutschen EBM, der ärztlichen Zuwendung ein höheres Gewicht zukommt
als den Technikkosten. Insbesondere für integrierte Versorgungsformen bietet das niederländische
Modell der „chain-DTCs“ interessante Anregungen. Insgesamt lassen sich für einzelne Bereiche
des Leistungsgeschehens die jeweils passendsten Vergütungsformen einsetzen und zu einem
Vergütungssystem kombinieren.
Czypionka, Thomas, Gottwald, Regina, Kalmar, Marcel: Qualität im niedergelassenen Bereich - ein Update (2011)
Health System Watch, HSW II / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Europaweit zeigt sich, dass die bereits eingeschlagenen, durchaus unterschiedlichen Wege der Qualitätsarbeit in ärztlichen Praxen sowie im gesamten Gesundheitssystem zügig fortgesetzt werden. Rezertifizierung und Qualitätsarbeit in der Praxis rücken zusammen, und Qualitätssicherung wird zunehmend über die Sektoren harmonisiert. In Österreich ist die 1.Runde der Praxisevaluationen mittlerweile abgeschlossen, wobei Kritik von verschiedenen Seiten an dem Verfahren geäußert wurde. Für die Erstellung und Durchführung des neuen Evaluationsdurchgangs ab 2011 sind die Positionen der nicht-ärztlichen Stakeholder gestärkt und inhaltliche Überarbeitungen angekündigt worden. Dringend notwendig wären aber statt Minimalanforderungen bei mangelnder Unterstützung der Ärzteschaft hohe Anforderungen, die durch Einbettung der Evaluierungen in Qualitätsmanagement und Unterstützungsangebote erreicht werden sollen. Die Entwicklung der Qualitätsarbeit im österreichischen Gesundheitssystem insgesamt befindet sich großteils immer noch im Aufbau. Die langjährigen Erfahrungen anderer europäischer Länder werden dabei zu wenig genutzt.
Czypionka, Thomas, Kraus, Markus, Riedel, Monika, Röhrling, Gerald: Health Workforce: Status quo und neue Berufsbilder (2011)
Health System Watch, HSW I / 2011, Institute for Advanced Studies, Vienna
Das Personal im Gesundheitswesen als wichtigste Ressource bedarf aufgrund der langen Ausbildungszeiten
der Planung, wohingegen in manchen Gesundheitsberufen schon der Status quo kaum festzumachen
ist. Bezüglich des Skill-Mix zeigt Österreich eine arztlastige Versorgung und weist viele international
übliche Berufsbilder nicht auf, die nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aufgrund des epidemiologischenWandels
entstanden sind. In vielen Ländern arbeiten beispielsweise Nurse Practitioners
Hand in Hand mit niedergelassenen Ärzten in der Versorgung der Patienten, die die höhere Betreuungsintensität
zu schätzen wissen. Im Bereich Public Health Nursing zeigen sich positive Erfahrungen mit der
präventiv arbeitenden Family (Health) Nurse und der School Nurse, die anders als der Schularzt auch eine
intensivere psychosoziale Betreuung der Schüler wahrnehmen kann und Schülern hilft, Krankheit und
schulisches Leben zu vereinbaren. Die internationalen Erfahrungen mit diesen Modellen sind durchaus
positiv. Eine differenzierte Übertragung auf Österreich könnte helfen, nicht nur die Effizienz in der Leistungserbringung
zu steigern, sondern auch in einigen Bereichen die Betreuungsqualität zu heben. Voraussetzung
ist, dass Kompetenzen ausbildungsadäquat verteilt werden, diese dann aber auch weitgehend
selbstständig innerhalb multidisziplinärer Zusammenarbeit ausgeübt werden dürfen.
Czypionka, Thomas, Röhrling, Gerald, Kalmar, Marcel: Performance von Gesundheitssystemen (2010)
Health System Watch, HSW IV / 2010, Institute for Advanced Studies, Vienna
Performance-Messung von Gesundheitssystemen dient primär dazu, Informationen für alle im Gesundheitssystem
beteiligten Stakeholder zur Verfügung zu stellen; somit leistet dieses Instrument
einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Transparenz im Gesundheitssystem. Im Zuge der Performance-
Messung müssen Zielvorstellungen, was Gesundheitssysteme leisten sollen, genau formuliert
und operationalisiert sowie Bereiche mit passenden Indikatoren ausgewählt werden, welche die dahinterstehenden
Konstrukte auch tatsächlich abbilden. Bisherige Versuche internationaler Performance-
Messungen von Gesundheitssystemen – allen voran der World Health Report 2000 der WHO –
wurden oftmals starker Kritik unterzogen, insbesondere dahingehend, dass die Messungen für zu
viele unterschiedliche Länder mit schlechten Indikatoren basierend auf inhomogenen und nicht nachvollziehbaren
Datengrundlagen durchgeführt wurden. Daher sollte jedes publizierte Gesundheits-(system)-
Ranking einer genauen und kritischen Analyse unterzogen werden. Trotzdem stellt eine wissenschaftlich
fundierte Performance-Messung als Informationsinstrument ein anstrebenswertes Ziel dar,
um auch den politischen Entscheidungsträgern zu helfen, Politiken zu formulieren, zu evaluieren oder
als Regulativ einzugreifen. Dazu sollten Performance-Messungen aber nicht auf Gesamtrankings reduziert
werden, sondern insbesondere eine höhere Informationsdichte und -komplexität aufweisen.
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