Palais Strozzi

Gräfin Maria Katherina Strozzi erwarb 1700 einen Teil der Vorstadt “Lerchenfeld” und errichtete ein einstöckiges Palais als Sommerresidenz mit einem großen Garten.

Die Gräfin starb 1714. Die Eigentümer wechselten in den nächsten Jahren oft und nahmen verschiedene Zubauten vor, z.B. eine große Freitreppe am gegenwärtigen rückwärtigen Teil des Hauses, die direkt in den ersten Stock, den jetzigen Salon, führte.

1840 kaufte die Stadt Wien das Palais und widmete es zu einem Mädchenpensionat um. Das Gebäude wurde vergrößert und ein vorderer Trakt errichtet, damit die Mädchen keinen Kontakt zu den Offizieren und Soldaten haben konnten, die in der „Reiterkaserne“ gegenüber der Straße stationiert waren. Den 80 Mädchen des Pensionates war es untersagt, sich in diesem Trakt aufzuhalten. 1877 wurde der vordere Teil abgerissen, der erste Innenhof errichtet und der jetzige vordere Trakt aufgebaut.

1919 übersiedelte das Mädchenpensionat in den dritten Bezirk. Da es nicht genügend Transportmittel für den Umzug gab, musste jedes Mädchen ihren eigenen Sessel vom Palais zum neuen Schulgebäude übersiedeln. Von 1919 bis 1940 war eine Invalidenversicherung angesiedelt, und von 1940 bis 2012 beherbergte das Haus das Finanzamt für den achten Bezirk.

2015 übersiedelte das Institut für Höhere Studien ins ehemalige Palais Strozzi.