Themen und Methoden

European Social Survey (ESS) für Österreich

Themen

Der ESS misst die Einstellungen, Wertorientierungen und die Verhaltensmuster der Bevölkerung in den teilnehmenden europäischen Ländern. Der Fragebogen besteht aus drei Teilen.

  • Er umfasst zum einen einem Hauptteil, der in jeder Welle ident ist.
  • Er beinhaltet zum anderen wechselnde Schwerpunktfragen zu speziellen Themen, die von Welle zu Welle variieren.
  • Und schließlich enthält er einen Zusatzfragebogen, der Fragen zum individuellen Wertesystem sowie einige experimentelle Testfragen beinhaltet.

Der Hauptteil enthält Fragen zu folgenden Themen:

  • Politik
  • Vertrauen in Institutionen
  • Immigration
  • Angst vor Kriminalität
  • Gesundheit
  • Religion
  • Wohlbefinden
  • Individuelle Wertorientierungen
  • Demographie

Die wechselnden Schwerpunktfragen widmeten sich bis dato folgenden Themen:

  • Immigration, Belange der Staatsangehörigkeit und Demokratie (Welle 1, 2002)
  • Wirtschaftsmoral, Arbeit, Familie, Wohlbefinden, Gesundheit und Pflege (Welle 2, 2004)
  • Lebensplanung, persönliches und soziales Wohlbefinden (Welle 3, 2006)
  • Einstellung zur Altersdiskriminierung und zum Wohlfahrtsstaat (Welle 4, 2008)
  • Vertrauen in die Polizei, Justizwesen, Arbeit und Familie (Welle 5, 2010)
  • Verständnis und Bewertung der Demokratie und des persönlichen und sozialen Wohlbefindens (Welle 6, 2012)
  • Einstellung zur Immigration und gesundheitlichen Ungleichheiten (Welle 7, 2014)
  • Einstellungen zu Wohlfahrtsstaat und Klimawandel sowie Energienutzung (Welle 8, 2016)

Methoden

Der ESS-Fragebogen in Österreich wird als Capi-Version durchgeführt. Der Ergänzungsfragebogen wird von den befragten Personen selbst ausgefüllt. Der Fragebogen ist in deutscher Sprache gehalten. Der Fragebogen basiert auf dem (englischsprachigen) ESS-Quellfragebogen; er beinhaltet aber auch länderspezifische Informationen, (etwa die politischen Parteien oder staatlich anerkannten Religionen) sowie entlang nationaler Ausprägungen adaptierte Variationen des Bildungssystems oder standesamtlicher Belange. Die ESS-Stichprobenziehungen sind repräsentativ für alle Personen ab 15 Jahren (es gibt keine Altersgrenze nach oben hin) mit Wohnsitz in Österreich, unabhängig von ihrer Nationalität, Staatsangehörigkeit oder Sprache. Die Personen werden entlang strenger Methoden der Zufallswahrscheinlichkeit ausgewählt und ein Minimum der "effektiv erreichten Stichprobenanzahl" von 1.500 Personen gilt es zu erreichen.